Neues von CLINC – Eintritt in die Umlaufbahn des Kulturbetriebs

Nach dem Ende der Aktionen des Made-In-Festivals wurde es scheinbar ruhig um die ehemalige Kinderklinik Fürth. Während Kreative und Künstler ihre Arbeiten abbauten und wir die Räume leerten, führte ich mit der Klinikverwaltung auch Gespräche über die Bedingungen der weiteren Nutzung und traf mich mit den ersten an der Umwandlung Interessierten. Grundsätzlich steht dem Umbau des Gebäudes in ein Kreativzentrum seitens der Klinikverwaltung nichts im Wege, es müsste lediglich auf den laufenden Klinikbetrieb Rücksicht genommen werden.

Hier wäre insbesondere der Lärmschutz zu beachten, ebenso würde von den Mietern erwartet, keine giftigen Substanzen zu verwenden oder schädliche Dämpfe freizusetzen. Doktor Faust und Sigmar Polke kämen infolgedessen leider nicht infrage, für den Großteil der Künstler und Kreativen entstünden durch die Nachbarschaft zum Klinikum allerdings keine Hemmnisse. Im Gegenteil, die Verwaltung gibt an, einer Neubelebung des Gebäudes gespannt und auch erwartungsvoll entgegen zu sehen.

Die Verträge werden derzeit von der Rechtsabteilung des Klinikums ausgearbeitet bzw. geprüft, sodass ein Vertragsabschluss im Juni erwartet werden kann. Der Bezug der Räume erfolgt unmittelbar nach Vertragsabschluss.

Folgende Mieter haben sich zeitig angemeldet, ihr Interesse verbindlich bekundet und ihre Räume gefunden: Lichtkünstler Peter Jahn, Fellwerker Roland Schamberger, die Fotografinnen Edda und Susa Schneider, Showkünstler Günther Schulte alias Dobs Brugal, Malerin Corinna Smok und Graffitikünstler Andreas Zeug wollen sobald es möglich ist ihre neuen Räume beziehen.

Als Nachrücker stehen dem Maler Manfred Neupert und dem Bildhauer Richard Bartsch jeweils Räume zum Erstbezug zur Verfügung. Für Richard Bartsch suche ich noch Mitnutzer, die sich evtl. vorstellen können, einen Raum mit einem Bildhauer zu nutzen/zu teilen. Hier ist naturgemäß Staub zu erwarten!

Auf Warteliste stehen derzeit sieben Interessenten. Zum neuen Jahr sollen weitere Räume frei werden – insgesamt erwarte ich nach Angaben der Klinikverwaltung im Lauf des Jahres 2012 ca. weitere 2000 Quadratmeter zu vermietende Flächen zur Verfügung zu haben.

Darüber hinaus ist geplant so genannte „Co-Working-Spaces“ einzurichten. Wer sich kein eigenes Büro leisten will oder kann, hat die Möglichkeit für eine Gebühr von nur 30 EUR im Monat einen Schreibtischplatz zu belegen. Die Mindestmietdauer liegt hier aber bei drei Kalendermonaten, um den Verwaltungsaufwand erträglich zu halten. Eigene Büros oder Ateliers stehen Kreativen und Künstlern zum Preis von ca. 75 EUR (15 qm) bis etwa 120 EUR (30 qm) im Monat zur Verfügung.

Damit werden Miete, Heizung, Strom, Wasser, Internetzugang, gemeinsame Veranstaltungen, Reinigung der Gemeinschaftsräume sowie Öffentlichkeitsarbeit finanziert.

Von allen Bewerbern wird Kommunikationsfähigkeit und “WG-Tauglichkeit” erwartet. Sie müssen außerdem einer kreativen oder künstlerischen Tätigkeit nachgehen.

Fürth, 23. Mai 2011  Lutz Krutein
Tel: 0911 – 741 79 80 begin_of_the_skype_highlighting 0911 – 741 79 80 end_of_the_skype_highlightin

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